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Philosophie

Details

Handball am Strand – die Trendsportart Beachhandball begeistert immer mehr Menschen. Es verbindet Sport, Spaß, Sonne und Strand und macht Handball damit urlaubstauglich. Trotz sportlich anspruchsvollen Wettkämpfen wie der Deutschen Meisterschaft in Cuxhafen sowie der Masters Serie zeichnet sich Beachhandball dadurch aus, dass der Leistungsdruck im Vergleich zur Hallenvariante deutlich geringer ausgeprägt ist. Der Event ist der Star. Legendär sind die nach den Turnieren stattfindenden Beachparties in dem die Sportler zeigen können, dass sie neben der Handballhand auch das Tanzbein schwingen können.

Durch den schnellen Wechsel von Angriff auf Abwehr kommt bei Beach-Handball praktisch nie ein fester Abwehrverband zustande, was ein nahezu körperloses Spiel ermöglicht. Spaß und Bewegung durch Aktionen, wie das Hechten nach dem Ball im Sand oder der Versuch, einen Kempa-Treffer zu erzielen, stehen über Siegen um jeden Preis.

Durch die ständig mögliche Überzahl beim Beach-Handball sind Torerfolge auf spielerischem Weg relativ einfach zu erzielen. Bei Torerfolg wird das Spiel direkt ohne Anspiel durch Abwurf aus dem Torraum wieder aufgenommen. Dies führt dazu, dass das Spiel auf sehr hohem Tempo und mit vielen Aktionen gespielt wird.

Auch hohe Rückstände können durch die Sonderwertungen (Kempatore, Pirouetten, Torwarttore) und durch die Tatsache, dass jede Spielhälfte einzeln gewertet wird, egalisiert werden. Fouls sind unerwünscht und werden direkt und progressiv bestraft. Die oberste Maxime des Beach-Handball ist FAIR PLAY!

(Quelle: DHB Homepage)

 

Regeln

Details

Prinzipien des Fairplay

Um eine sprachliche Vereinfachung zu erreichen, wird in diesem Regelwerk generell für weibliche und männliche Spieler, Offizielle, Schiedsrichter und andere Personen die männliche Form benutzt. Die Regeln sind jedoch mit Ausnahme der Regel 3 (Ballgrößen) für weibliche und männliche Teilnehmer dieselben. Entsprechend der Philosophie des Beach-Handballs (Attraktivität des Spiels - zwei Mannschaften mit derselben Anzahl Spieler), sollen die Spieler bei Regelwidrigkeiten bestraft werden und im Prinzip nicht die Mannschaften. Diese sollen weitgehend komplett spielen. Die Philosophie des Beach Handball basiert auf den Prinzipien des Fairplay - Jede Entscheidung hat dementsprechend zu erfolgen.


Spielfeld

Beach-Handball wird auf einem 12 Meter breiten und 15 Meter langen Spielfeld gespielt. Auf beiden Seiten schließt sich ein Torraum von jeweils sechs Metern an. Am Ende des Torraums befindet sich auf jeder Seite ein Handballtor. Die Längsseiten des Spielfeldes sind die Seitenlinien, die Breitseiten heißen Torauslinien. Die gesamten Seitenlinien des Spielfeldes stellen die Auswechselzone für die Feldspieler dar, und zwar wird in beiden Spielhälften auf derselben Seite ausgewechselt, lediglich die Spielrichtung wird bei Halbzeit gewechselt.
Mannschaft

Eine Mannschaft besteht aus höchstens sechs Feldspielern und zwei Torhütern, wobei es nur diesen erlaubt ist, sich im Torraum aufzuhalten. Es dürfen sich gleichzeitig immer nur maximal vier Spieler einer Mannschaft auf dem Spielfeld befinden, die Auswechselspieler halten sich in der Auswechselzone auf.
Bälle

Alle Spieler sind barfuss und spielen mit einem luftgefüllten PVC-Ball in der Größe eines Hallenhandballs. (Männer: 54 - 56 cm Umfang und 350 - 370 g Gewicht; Frauen 50 - 52 cm Umfang und 280 - 300 g Gewicht). Prellen ist erlaubt, gestaltet sich auf Sand jedoch äußerst schwierig.

Torhüter

Es ist dem Torhüter erlaubt, ohne Ball den Torraum zu verlassen und im Spielfeld als Feldspieler zu agieren. Erzielt der Torhüter ein Tor, wird dies mit einem zusätzlichen Punkt gewertet (Ausnahme beim 6-Meter-Wurf). Nach jedem erzielten Tor wird das Spiel ohne Anpfiff mit Abwurf aus seinen Torraum fortgesetzt.

Spielen des Balls

Das Hechten nach einem liegenden oder rollenden Ball ist erlaubt. Der Ball darf nicht länger als drei Sekunden am Boden liegen und von dem Spieler, der ihn zuletzt berührt hatte, wieder aufgenommen werden. Alle Würfe können unmittelbar zu einem Tor führen (Ausnahme bei Schiedsrichterwurf).
 
Spielzeit

Die Spielzeit besteht aus zwei getrennt gewerteten Hälften von jeweils zehn Minuten, die bei Gleichstand bis zum Siegtreffer einer Mannschaft (golden goal) fortgesetzt werden. Der Sieger einer Halbzeit erhält einen Punkt. Die Halbzeitpause dauert fünf Minuten. Das Spiel beginnt in jeder Halbzeit mit Schiedsrichterwurf.
Wertungen

Wenn beide Halbzeiten von derselben Mannschaft gewonnen werden, ist diese mit 2:0 Punkten Gesamtsieger. Gewinnt je eine Mannschaft eine Spielhälfte, wird der Sieger durch „Einer gegen den Torwart“ (Shoot Out) ermittelt. Der Sieger des Shoot Out erhält 1:0 Punkte.
 
Strafen und Punkte

Bei Regelwidrigkeiten und Unsportlichkeiten, die gemäß den IHF-Regeln (vgl. Regel 17:3) eine Hinausstellung erfordern, ist diese auszusprechen. Hinausgestellte Spieler dürfen ersetzt werden oder das Spielfeld wieder betreten, sobald es einen Ballbesitzwechsel zwischen beiden Mannschaften gegeben hat. Die zweite Hinausstellung eines Spielers bedingt dessen Disqualifikation (Matchstrafe).

Ansonsten gelten die Regeln der IHF mit Abänderungen in der Punktwertung, wobei Torhütertreffer und spektakuläre Würfe, wie z.B. Kempa-Tore (den Ball im Sprung fangen und werfen) mit  Zusatzpunkten gewertet werden. Außerdem gibt es beim Torerfolg eines Sechs-Meter-Wurfes einen Zusatzpunkt.

Shoot Out

Seine Attraktivität verdankt das Spiel neben den Kempatrick-Versuchen und dem schnellen Gegenstoß-Charakter auch dem Shoot Out bei Unentschieden nach den beiden Spielhälften. Fünf Spieler einer jeden Mannschaft werfen abwechselnd nach Zuspiel des Torwarts aus dem eigenen Torraum unter Berücksichtigung der Drei-Schritte-Regel auf das gegnerische Tor.

Beide Torhüter befinden sich zunächst an der eigenen Torauslinie. Der Feldspieler befindet sich am Kreuzungspunkt der Torraumlinie und der Seitenlinie. Nach dem Anpfiff spielt der Feldspieler den Auftaktpass zu seinem eigenen Torhüter. Sobald der Ball die Hand des Feldspielers verlassen hat, dürfen sich beide Torhüter vorwärts bewegen. Der wurfausführende Torhüter muss innerhalb von drei Sekunden entweder direkt auf das gegnerische Tor werfen (bei Torerfolg Zusatzpunkt) oder dem nach vorn laufenden Feldspieler passen, ohne dass der Ball den Boden berührt.

Der Feldspieler muss dann den Ball annehmen und versuchen, regelgerecht ein Tor zu erzielen. Bei Regelwidrigkeit des Feldspielers oder des wurfausführenden Torhüters ist die Aktion zu beenden. Bei Regelwidrigkeit des verteidigenden Torhüters wird auf Sechs-Meter-Wurf entschieden (bei Torerfolg Zusatzpunkt). Sieger ist, wer nach fünf Würfen mehr Punkte erzielt hat. Ist nach fünf Würfen auf beiden Seiten noch keine Entscheidung gefallen, wird das Shoot Out nach Seitenwechsel so lange fortgesetzt, bis eine Mannschaft bei gleicher Anzahl von Wurfversuchen nach Punkten führt.

(Quelle: DHB Homepage)

Videobeispiele Beachhandball

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